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Burg Vischering
 

Die Burg Vischering in Lüdinghausen gilt als Vorzeigeobjekt im Münsterland und schönste Burg VischeringWasserburg in Westfalen. Die mittelalterliche Ringmantelburg, mit der komplizierten Gräftenanlage und der großen Vorburg, ist ein eindrucksvolles Beispiel einer Wehrburg. In der Burg ist heute das Kulturzentrum vom Kreis Coesfeld und das Münsterlandmuseum untergebracht. Hier bekommt man ein eindrucksvolles Bild vom Leben der Bauern und Adligen vermittelt.

Im Jahr 800 wurde der erste Bischhof von Münster, der heilige Luidger, ein Grundstück für die Errichtung einer Kirche und Pfarrei übertragen. Hier steht heute die Burg Vischering.

Im 13. Jahrundert waren die adligen Dienstmannen die Herren von Lüdinghausen. Als diese neben der schon starken Burg Lüdinghausen noch die Wolfsburg errichteten, erbaute der münsterische Bischof Gerhard von der Mark die Burg Vischerin. In der damaligen Auseinandersetzung zwischen dem bischhöflichen Landsherren und dem Adel, diente die Burg nur dem Ausbau der bischhöflichen Landesherrschaft. Das Burglehn wurde dann 1271 dem Droste von Wulfheim übertragen, dessen Geschlecht sich seit dem 14. Jahrhunder „zu Vischering“ nannte.

vischtor

D


ie Hauptburg ist nur über die Vorburg zu erreichen. Der heute begehbare Wall teilte fürher die Gräfte in den inneren und äußeren Ring. Auch die Vorburg war nur durch weitere befestigte Tore zugänglich. Im Kern ist die Hauptburg noch die Ringmantelburg des 13. Jahrhunderts. Die zwei Stockwerke hohe Ringmauer war ursprünlich ein geschlossenes Bauwerk ohne Fenster.

Der Ausbau der Burg und der heute noch vorhandenen Gebäude begann 1519. mit dem Torhaus. Es druchbricht die Ringmauer mit einem zweigeschössigem Gebäude und zeigt im Druchgang das Wappen des Droste. Das erste der beiden Obergeschosse enthält je ein Steinkreuz- und ein Steinbrückenfenster und einen wierderhergestellten Erker des frühen 17. Jahrhunderts. An der linken nördliche Steinwand über der Gräfte ist heute noch ein alter Abtritt erhalten.

Auslucht Burg VischeringBei dem großen Brand von 1521 ist auch das Archiv mit allen älteren Narchrichten verlorengegangen. Der Wiederaufbau hat sich über Jahrzehnte hingezogen und endete Anfang des 17. Jahrhunderts mit dem Ausbau der Oberburg. Zwischen West- und Südflügel entstand die Auslucht. Ein quadratischer Bau der in den Hausteich ragt. Der Erker an der Südseite zeigt mit der Jahreszahl 1617 das Wappen der Erbauer Heinrich von Droste Vischering und Cornelia geb. von Ketteler.
Ein weiteres Doppelwappen mit der Jahreszahl 1622 findet man am Dreistaffelgiebel vom Sohn Heinrich mit seiner Gemahlin Margarete von Raesfeld.

Im Erker befindet sich eine runde Falltür  im Fußboden, die in das Kellergewölbe hinunterführt. Hier hätte man bei einem erneuten Brand die Wertsachen in Sicherheit bringen können.

 

Seit 1681 fiel die Burg in eine Art Dornröschenschlaf. Denn die ganze Familie zog ins Schloss Darfeld. Der in den Freiherrenstand erhobene Erbdroste ließ von 1754 – 1757 den Erbdrostenhof in Münster errichten. Durch den Barockbaumeister Johann C. Schlaun wurde er zum großartigsten Stadtbesitz seiner Zeit.

 

Öffnungszeiten:
täglich außern Mo.
April-Okt. 10.00 bis12.30 und 13.00 bis 17.30 Uhr.
Nov-März 100 bis 12.00 und 13.30 bis 16.30 Uhr

Führungen nach Voranmeldung, auch für Einzelreisende.
Telefon 02591 / 3672 u. 3621

 

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