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"Ich bin ein Westphale, und zwar ein Stockwestfale, nämlich ein Münsterländer - Gott sei Dank! füge ich hinzu....."
Annette von Droste-Hülshoff zählt zu den größten deutschen Autorinnen mit nationaler Bedeutung. Ihre besten Gedichte widerstehen jedem Zeitgeschmack. Auch wenn man die Werke von dem Leben der Droste nicht trennen kann.
Obwohl auf der Meersburg am Bodensee viele ihrer Werke entstanden sind, bleibt sie immer eine Dichterin des Münsterlandes. In etlichen Gedichten hat Annette die westfälische Atmosphäre beschrieben wie etwa in "Der Knabe im Moor" oder "Der Heidemann".
Anna Elisabeth Freiin von Droste zu Hülshoff, wurde am 12 Januar 1797 auf der Burg Hülshoff als schwaches Siebenmonatskind geboren. Im Familien- und Freundeskreis nannte man sie nur "Nette".
In ihrer Jugend erhielt Annette eine Bildung, die weit über dem hinausging, was für adelige Mädchen sonst üblich war. Auf der Burg Hülshoff wurde kein Unterschied zwischen Mädchen und Jungen gemacht. Zunächst unterrichtete die Mutter die Kinder in der Bibliothek. Später dann wurden sie von einem Hauslehrer unterrichtet in Religion, in alten und neuen Sprachen, Literatur, Mathematik und Naturkunde.
Im Winter 1809 trat Annette in einer Theateraufführung im Damenstift in Hohenholte auf. Ihre schauspielerischen Leistungen wurden damals zum Stadtgespräch in Münster.
1826 starb ihr Vater, Clemens August von Droste-Hülshoff. Therese-Luise, seine zweite Frau und ihre Töchter "Jenny" (Maria Anna) und Annette zogen in das Haus Rüschhaus und verzichteten auf ihr Erbteil. Ihr Vater hatte das Anwesen bereits 1825 als Witwensitz für seine Frau gekauft. Hier hat sich Annette in ihr "Schneckenhaus", wie sie ihr Wohnzimmer nannte, zurück gezogen.  Ihr Bruder Werner-Konstantin übernahm 1826 als Erbe die Burg Hülshoff. Zuvor pachtete er im gleichen Jahr nur für kurze Zeit das Schloß Wilkinghege.
"Fente", ihr jüngerer Bruder Ferdinant, starb bereits mit 29 Jahren an Tuberkulose.
1830 zog auch die Amme von Annette ins Haus Rüschhaus.. Nach dem Tod ihrer Freundin Katharina Schücking und auf ihre Bitte hin, übernahm sie für dessen Sohn Levin eine Art "Mutterrolle".
Annette unterrichtete auch ihre unbegabten Cousinen in Haus Stapel. Ihre Äußerungen über ihre Verwandten waren nicht unbedingt freundlich.
"In Stapel geht noch immer so zwischen Hängen und Fallen, gott weiß was das Ende seyn wird! Die Mädchen werden alle Tage häßlicher und wiederlicher."
Viele Besuche machte Annette bei der befreundeten Familie von Twickel im Haus Havixbeck. Auch Annettes Reisen zu Verwandten dauerten teilweise länger als ein Jahr. Sie besuchte des öfteren ihre Verwandten mütterlicherseits, von Haxthausen, im Paderbornerland. Aber auch ihren Vetter den Kirchenrechtler Clemens von Droste zu Hülshoff in Bonn und einen Onkel in Köln, den Regierungsrat Werner von Haxthausen Später reiste Annette auch zu ihrer Schwester und deren Mann, Freiherr Joseph von Laßberg, nach Meersburg. Hier auf der Meesburg schrieb sie viele ihrer Werke.
1804 - als siebenjährige versteckte Annette von Droste Hülshoff im Gärtnersturm hinter einem Dachbalken ihr erstes Gedicht. Es war in Goldpapier eingeschlagen. Diese ersten Verse galtem ihrem jüngsten Bruder Ferdinand, der auch Hähnchen genannt wurde. "Komm, liebes Hähnchen, komm heran Und friß aus meinen Händen: Nun komm, du lieber kleiner Mann, Daß sie´s dir nicht entwenden."
1838 – Die erste Veröffentlichung erschien halbanonym "Gedichte von Annette Elisabeth von D... H....". Wohl deshalb, weil die Familie der Ansicht war, dass es ein "Spleen" von Annette war und dem Ansehen der Familie in der Öffentlichkeit schaden könne. Trotz einer Anzeige im "Münsterschen Intelligenzblatt" und im „Westfälischen Merkur" wurden von den 400 Exemplaren nur 74 verkauft.
1837-1841 - "Die Judenbuche" Diese Novelle wurde bis heute in alle Weltsprachen übersetzt und ca. 6 millionenmal verkauft. Den historischen Hintergrund liefert ein Ereignis von 1783 im Gutsbezierk ihres Großvaters Werner Adolf von Haxthausen. Heutiger Landkreis Höxter
1841-1842 - "Bei uns zu Lande auf dem Lande"
1842 - "Bilder aus Westfalen" entstand auf der Meersburg
1844 - Das Gedicht "Grüße" ebenfalls auf der Burg Meersburg entstanden. Wer kennt nicht auch das Heimweh, das die Dichterin hier beschleicht.
1845 - "Das erste Gedicht" Bereits als Kind wurde Annette von allem Unheimlichen und Geheimnisvollem angezogen. Auch der "Gärtnersturm" hatte schon als Kind ihr Interesse geweckt.Von ihm handelt das Gedicht. Hier ist dem Gesinde des "Hauses Geist" erschienen.
Nach langer Krankheit starb die Droste auf der Meersburg am frühen Nachmittag des 24. Mai 1848.
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